Gemäss der Studie «Familien in der Schweiz» gibt ein Paar für ein Kind bis zum zwanzigsten Lebensjahr im Schnitt 819.- Franken im Monat aus.  Bei nahezu der Hälfte der Einelternhaushalte und der Paarhaushalte mit drei oder mehr Kindern reicht das Einkommen nur knapp aus.  Im Kanton Uri sind die Kinder- und Ausbildungszulagen seit langem nicht mehr angepasst worden. In der Zentralschweiz begnügt sich neben Uri einzig Obwalden mit dem Minimum. Zudem werden Familien mit steigenden Krankenkassenprämien, Mieten, teuren ausserfamiliären Betreuungsplätzen und steigenden Ausbildungskosten immer stärker belastet.

Im Leitbild der kantonalen Kinder- und Jugendförderung hat der Regierungsrat festgehalten, dass sich Uri zu einem ausgesprochen familien-, kinder-und jugendfreundlichen Kanton entwickeln soll.  Dazu gehört auch eine angemessene Kinder- und Ausbildungszulage. Diese bringt den Urner Familien eine konkrete Entlastung des Familienbudgets.

Mit der kantonalen Volksinitiative für „Angemessene Familienzulagen“ der SP Uri soll in Zukunft die Kinderzulage bis zum vollendeten 16. Altersjahr 240.- Franken betragen und die anschliessende Ausbildungszulage auf 290.- Franken pro Monat erhöht werden. Damit investiert Uri sinnvoll in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen.


Argumentation

•    Uri steht vor der Herausforderung, der Abwanderung entgegenzuwirken.
•    Uri steht in Konkurrenz zu anderen Zentralschweizer Kantonen. Diese liegen weniger peripher und sie können eine grössere Wirtschaftskraft und mehr Arbeitsplätze bieten.
•    Uri bezahlt bisher nur das Minimum an Kinder- und Ausbildungszulagen.
•    Die Förderung und Unterstützung von Familien ist ein gutes Mittel, damit sich Uri als familien- und kinderfreundlichen Kanton positionieren kann.
•    Die erhöhten Kinder- und Ausbildungszulagen stellen einen Ausgleich zum ausufernden Steuerwettbewerb dar.
•    Die Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen ist eine sehr gute Investition in die Zukunft.
•    Die Kinder- und Ausbildungszulagen kommen denen zugute, die es nötig haben (im Gegensatz zu Steuererleichterungen, bei denen die Reichen übermässig profitieren).
•    Die Kinder- und Ausbildungszulagen erhöhen die Kaufkraft. Sie fliessen zu einem grossen Teil direkt wieder in die Urner Wirtschaft.


Das Initiativkomitee:

Kurt Bucher, Seestrasse 21D, 6454 Flüelen,
Thomas Huwyler, Turmmattweg 30, 6460 Altdorf,
Walter Infanger, Bahnhofstrasse 20, 6460 Altdorf,
Jolanda Joos-Widmer, Grossgrund 28, 6463 Bürglen,
Maya Lorenzoni, Gotthardstrasse 28, 6487 Göschenen,
Iris Mulle Kelly, Acherlistrasse 6, 6467 Schattdorf,
Adriano Prandi, Belmitéstrasse 1, 6460 Altdorf,
Soraya Sägesser, Gotthardstrasse 28, 6487 Göschenen,
Pia Schuler, Rüti 41, 6472 Erstfeld,
Nora Sommer, Trögligasse 25, 6460 Altdorf,
Raphael Walker, Kapuzinerweg 18, 6460 Altdorf,
Werner Zgraggen, Lindenstrasse 14, 6472 Erstfeld,
Sebastian Züst, Tschudiweg 15, 6460 Altdorf

Kontaktpersonen:

Walter Infanger
Geschäftsleitung SP Uri
Bahnhofstrasse 20
6460 Altdorf

Telefon:  041/872 11 52
E-Mail:    w.infanger@gmx.ch

 



Jolanda Joos-Widmer
Landrätin SP Uri
Grossgrund 28
6463 Bürglen

Telefon: 076/439 59 37
E-Mail:   jolanda.joos@uri.ch

 

Initiativbogen

17. Jan 2019